Ein Zitronenfalter faltet schließlich doch Zitronen

Dass die SGay mit leeren Hände vom Gastspiel beim SV Geroldshausen kommt, hat zwei wesentliche Gründe: Ein zu starker SVG-Spielertrainer Sebastian Wolf und fehlende Kraft mit zunehmender Spieldauer.

Die rundum erneuerte SGay muss bis zum Saisonende auf Stefan Bauer verzichteten. Die Befürchtung eines Kreuzbandrisses hat sich bestätigt. Zudem fehlten Tobias Schmidt am Samstag mit Florian Sieber, Harald Schmidt, Nico Nees und Angelkönig Fabian Seemann vier Stammkräfte.

In der Anfangsphase war der SV Geroldshausen e. V. die druckvollere Mannschaft. Nachdem die SGays im Mittelfeld zu zweit SV-Spielertrainer Wolf nicht halten konnten, die Viererkette es nicht schaffte den folgenden Doppelpass zu verhindern und Tim Schmitt Simon Hahn auf dem falschen Fuß erwischte, lag die SGay 20 Minuten im Hintertreffen. Im Anschluss übernahm aber die Weinparadiesequipe das Kommando, erspielte sich mehrere Möglichkeiten und erzielte auch den verdienten Ausgleich durch den Eigentorschützen vom letzten Wochenende, Erlan Bakirov, nach Vorarbeit von AW10. Letztendlich war das Unentschieden zur Pause aber zu wenig für die SG, die sich zwar gut auf die Platzverhältnisse eingestellt hatte, aber zu viel liegen ließ im ersten Durchgang. Der Genickbrecher waren zehn rabenschwarze Minuten im zweiten Durchgang. Unter freundliche Mitwirkung von den SGays war es für den SVG einfach viel zu einfach in Führung zu gehen und diese danach auszubauen. Obendrein wurde ein weiterer SVG-Treffer wegen Abseits zu Unrecht aberkannt. Zwar versuchte es die SG weiter nach vorne, schaffte es aber nicht die Abwehr der Heimelf ernsthaft unter Druck setzen. Die Offensive war nach dem Seitenwechsel harmlos wie Oma Emmi beim Mittagsschlaf. Den Deckel setzte Wolf nach einem Solo auf die Geschichte, nachdem er die SGay-Verteidigung auf dem Bierdeckel schwindlig spielte und den Ball ins lange Eck schlenzte.

Die SGay scheiterte an einer Geroldshäuser Elf, deren Spielertrainer Pässe spielte, bei denen man sich den Daumen ausgekugelt hätte, wenn man sie auf der Playstation versucht hätte, auch weil die Chancenauswertung in Halbzeit Eins mangelhaft war und in der Schlussphase die nötigen Körner gefehlt haben. Wäre Wolf ein Zitronenfalter, er hätte an diesem Tag wirklich Zitronen gefaltet. Roger Schmidt würde das gefallen.

 

Am Nenzenheimer Kirchweihwochenende gilt es gegen die direkten Konkurrenten aus Gelchsheim und Hoheim den Bock nach zuletzt drei Niederlagen in Serie wieder umzustoßen.

Der größte Kampf für die Reserve bestand an diesem vermaledeiten Samstag darin, überhaupt ausreichend spielfähige Akteure zusammenzubekommen. Als dann auch noch kein Schiedsrichter zugeteilt wurde, SG-Schiedsrichter-Novize Martin Hummel zu seiner B-Klassen-Premiere. B-Klasse ist, wenn einer von der Gastelf pfeift. Mit der Bankkarte als roten Karte, der dm-Kundencard als gelben Karte und einem Thekenblock für die Notizen. Dass das Spiel 3:5 verloren wurde, ist für uns eher zweitrangig. Dass man bei 28 Absagen überhaupt eine Reserve stellen kann, überwiegt an dieser Stelle. Lieber mal einen auf betagten Großvater machen: Dankbar lächeln und aufs Ende warten.

Hoffentlich erwarten uns bis zur Kerwa nicht noch mehr Enttäuschungen.

 

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