Wildes Treiben am Wildpark

Zugegebenermaßen ist das die schlechteste Überschrift aller Spielberichte aller Zeiten. Sie beschreibt aber am besten, was die SGay beim Gastspiel am Sommerhäuser Wildpark gegen die ortsansässige TSG abgeliefert hatte.
Nach den wichtigen drei Punkten gegen Sickershausen am letzten Wochenende, wollte die personell gut bestückte Spielgemeinschaft bereits diesen Sonntag nachlegen. Doch Pustekuchen, gegen die spielstarken Gastgeber setzte es – auch wegen einer Mehrzahl eigener Fehler – eine verdiente 1:4-Niederlage. Vom Anpfiff weg gaben die Blau-Gelben den Ton an und mussten nur auf die Fehler der SG warten. Nach 22 Minuten führte die beste TSG Sommerhausen der letzten zwei Jahre nach Toren von Felix Vetter und Tobias Schneider bereits mit einem Vorsprung von zwei Treffern. Im Anschluss hatte die SGay zwar ihre beste Phase, konnte aber TSG-Keeper Kohl mehrmals nicht überwinden. Mit viel Wind in die Pause, mit viel Gegenwind wieder raus. Der eingewechselte Sebastian Adelfinger erzielte in den sechs Minuten nach dem Seitenwechsel einen Doppelpack und erstickte auch die letzten SG-Hoffnungen auf Zählbares. In der Folgezeit präsentierten sich Schmidt’s Mannen oftmals so hilflos, dass man zeitweise Angst haben musste, Bob Geldof würde spontan einen seiner schmierigen Charity-Songs für die Weinparadiesclique aufnehmen. Zwar sicherte sich die SG mit einem Rabenstein-Vorstoß über die linke Seite noch den Ehrentreffer durch ein Schmidt-Kernwein-Hybridtor, mehr ging aber nicht mehr zusammen. Schmidt knipst mittlerweile schon so lange, dass die Dopingkontrolleure ihn mal umdrehen sollten, um nachzusehen, ob nicht irgendwo ein paar Duracell-Batterien stecken. In der Schlussphase zeigte die SGay zu allem Überfluss Aktionen, die schmutziger als Charlie Sheens Bettlaken sind. Stefan Bauer wird beim Versuch, das Spiel aufzubauen von seinem Gegenspieler gehalten, will sich lösen und watscht diesen dann ab. So jedenfalls Augenzeugenberichte. Die Trovatos – Detektive decken auf sind für weitere Informationen an der Sache dran. Für den schwachen Schiedsrichter jedoch Grund genug Bauer mit Rot vom Platz zu stellen. Kurz darauf beleidigte Knipser Schmidt seinen Gegenspieler und sah ebenfalls den roten Karton. Zudem wird Lion Paxton für weitere Untersuchungen nach Berlin reisen müssen, weil die Geriatrie-Abteilung an der Charité die besten künstlichen Hüftgelenke macht. Nach einem Zweikampf mit Adelfinger musste Hulkling Li verletzt vom Platz.
Zu viel Schöngeist, nicht ausreichend Cleverness und Kampf, dazu zwei Platzverweise, die weh tun und Sperren nach sich ziehen werden. Kurzum: Es ging alles schief heute. Bevor es nächste Woche nach Mainsondheim geht, macht die Mannschaft ein spontanes Kurz-Trainingslager in Amsterdam. Im Coffeeshop ist das Ziel die Abwehr mal wieder richtig dicht zu bekommen. In der Zwischenzeit verkauft der SGay-Shop aus aktuellem Anlass als Hommage an die vielen Löcher Nudelsiebe.

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