Ülkem II – MSN II 0:5

Es war definitiv einer dieser Sonntage, an denen man auf die Beschissenheit der Dinge richtig hätte abkotzen können.
 
Unsere Zweite musste sich beim Nachholspiel in Kitzingen mit 0:5 der Reserve von Ülkemspor beugen. In einem für die heutigen B-Klassen-Verhältnisse wahrlich nicht schlechten Spiel belohnte man sich für den Aufwand in Halbzeit Eins einfach nicht. In Hälfte Zwei fielen die Gegentore dumm und dümme(h)r.
 
Ein Freistoß an der Mauer vorbeigeschoben, ein Treffer aus kurzer Distanz nach einer Ecke und einem Handspiel, ein an sich harmloser Ball, der dann durch die Viererkette durchrutschte… Aushilfsschlussmann Riccardo Losch war wahrlich nicht zu beneiden. Doch gerade in den ersten 45 Minuten, als man immer wieder über außen durchbrechen konnte, hat man sich ein paar Möglichkeiten erspielt. Mit zunehmender Spieldauer ging uns klar erkennbar die Puste aus und wir konnten dem hohen Ülkem-Druck nicht mehr Stand halten.
 
Aus unserer Sicht fällt das Ergebnis deutlich zu hoch aus, doch wir müssen auch anerkennen, dass die Gastgeber aktiver und engagierter waren und vor allem die Mitte des Platzes sehr gut kontrolliert haben.
 
Dieser Bereich wäre sonst fest in der Hand der Schiedsrichterin gewesen, die sich an diesem Tag weder durch besonderes Stellungsspiel noch ihr Argusauge auszeichnen konnte. Sensen, wie man sie sonst nur von Schweizer Bauern auf der Alm beim Grasmähen sieht, wurden nicht geahndet, ebenso existierten die Regeln bezüglich Abseits und Handspiel für 90 Minuten gestern überhaupt nicht. Den Tipp, dass wir künftig uns bei Einwürfen besser konzentrieren sollten, nehmen wir natürlich dankend an und wünschen im Gegenzug das nächste Mal ein besseres Händchen bei der Auswahl der Laufwege, der Sehhilfe und beim Bewegen der Pfeife zum Mund.
 
Weiterhin treu bleibt uns das Verletzungspech – vor allem auf der Torhüterposition. Bei den nächsten Spielen wird der Keeper vor Anpfiff entweder ausgewürfelt oder im klassischen „Wer hat noch nicht, wer will noch mal?“ antwortet wirklich ein unverbesserlicher Optimist mal mit „Ja!“.
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