Fußball

Wir schreiben das Jahr 2001. Eine Reihe von epischen Großereignissen füllt die Gazetten des Erdballs. Dileita Mohamed Dileita wird Premierminister in Dschibuti. In der Republik Moldau finden Parlamentswahlen statt. Der Haubentaucher wird in Deutschland sensationell zum „Vogel des Jahres“ gekürt und ein Fußballverein für Ballvirtuosen, die SG Seinsheim/Nenzenheim, aus der Taufe gehoben.

Bereits im ersten Jahr des Bestehens wurde über die Knochenmühle Relegation der Aufstieg in die Kreisklasse eingetütet. In der Saison 2003/2004 ging es erneut in der A-Klasse in die Aufstiegsrelegation. Wie schon beim ersten Husarenstück musste die SG zwei Spiele gewinnen und tat dies auch. Bis heute hat der Nimbus Bestand, kein Spiel in der Relegation verloren zu haben.

Seit der Saison 2005/2006 ist die A-Klasse die sportliche Heimat der SG. Durch einen stark ausgeprägten Teamgeist, besinnungslose After-Football-Partys, einen Eimer voll fußballerischem Talent und gemeinsame Twilight-Filmabende klopft die Spielgemeinschaft der beiden Weinorte regelmäßig ans Tor zur Kreisklasse.

Sportlicher Erfolg ist – besonders in den unteren Klassen – unabdingbar, wie die Mayo zur Weißwurst, dennoch stehen bei uns eine knorke Kameradschaft, Spaß am gemeinsamen Ringelpiez und das Streben nach dem perfekten Tunnel im Vordergrund. Nicht umsonst schrieb dereinst das Fachmagazin Kicker, dass hier eine Wohlfühl-Atmosphäre herrscht, wie sie nicht einmal Feng Shui zu schaffen vermag.

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