Starke Standards entscheiden das Spitzenspiel

Die Vorzeichen für das Gipfeltreffen der A-Klasse 4 standen für den Tabellenführer nicht allzu günstig. Andre Müller und Andreas Kessler weilten zum „Sonne-auf-die-Plautze-scheinen-lassen“ in der Karibik, Stefan „Stiefelette“ Lang wollte lieber eine Wurzelbehandlung statt der wohlverdienten Nachtruhe und Kung-Fu-Kicker Andreas Braun schmorte weiterhin auf dem Sünderbänkchen. Auch die schlecht besuchte (und noch schlechter absolvierte) Trainingseinheit vom vorangegangenen Freitag ließ nichts Gutes erwarten. Trotz aller Hindernisse untermauerte der Klub aus dem Weinparadies eindrucksvoll seinen Anspruch, die verbleibenden Spiele im Fußballjahr 2014 alle gewinnen zu wollen.

Wie zuletzt – und beinahe bereits in gewohnter Weise – begann die Spielgemeinschaft stürmisch. So dauerte es nur sechs Minuten bis der erste Torjubel über die Lippen der Gäste kam. Nach einer präzisen und scharfen Ecke von Fabian Rabenstein verwandelte „Goldlöckchen“ Florian Sieber per Kopf zur frühen Führung für den Spitzenreiter.

Der Schädeltorpedo fungierte als Dosenöffner und die Spieler von Markus Wolf suchten ein ums andere Mal den direkten Weg zum Tor. In der 13. Spielminute war es erneut ein ruhender Ball, der die Heimelf in arge Verlegenheit brachte. Standardspezialist Hannes Schöller führte einen Freistoß aus halblinker Position aus, fand zwar keinen Mitspieler, dafür aber den Kopf eines Hoheimers. Felix Lorenz war der Pechvogel, der – unter eminenter Bedrängnis seines Kontrahenten Stefan Bauer – das Leder per Kopf in die eigenen Maschen lenkte.

Manni-Falk-Gedächtnis-Fallrückzieher, der „Falkrückzieher“

Schon früh in der Partie standen die Zeichen auf den achten Sieg in Folge für den Tabellenführer. Der Sportverein aus Hoheim antwortete mit wütenden, aber wenig durchdachten Angriffen. Wenn überhaupt sorgten Einzelaktionen oder kleine Abstimmungsschwierigkeiten in der Defensive für Gefahr. Das Feuerwerk an hohen und weiten Bällen erwies sich nicht als probates Mittel für die Heimelf. Mitte der ersten Halbzeit kam der Tabellendritte zu seiner besten Tormöglichkeit. Ein Freistoß aus dem Halbfeld segelte lange durch den Strafraum. Am zweiten Pfosten kam Michael Schlee unter Bedrängnis zum Kopfball, scheiterte aber deutlich. Der Fangzaun verhinderte einen Ernteschwund im benachbarten Garten.

In der Folge entwickelte sich ein zerfahrenes und von Zweikämpfen geprägtes Spiel. Die Spielgemeinschaft war jederzeit Herr der Lage und ließ den Gegner nicht aufkommen. In der Offensive fehlte jedoch die Zielstrebigkeit. Die besten Chancen vergaben Fabian Rabenstein (Wuchtbrumme aus zwanzig Metern) und Matthias Volkamer (Fallrückzieher, der eher an einen Salto Mortale erinnerte). Zur Ehrenrettung sei allerdings erwähnt, dass auf dem Geläuf in Hoheim an einen fußballerischen Leckerbissen nicht zu denken war. Der Weg von Sechzehner zu Mittellinie glich einem Hindernisparcours aus großradialen Einschusslöchern. Auch der weitgehend beschäftigungslose Keeper der SG, Markus Körner, tat lauthals seinen Unmut kund: „ So ein scheiß Acker, ey!“

Schöller in den Olymp?

Mit dem Gefühl der sicheren Führung drückte die SGay direkt nach dem Pausentee (bestehend aus keinem Tee) auf das vorentscheidende 3:0. Die beste Chance vergab Andreas Walter freistehend im Sechzehner. Ein Tor von Florian Sieber wurde vom weitgehend souveränen Unparteiischen abgepfiffen. Der Kapitän der SG hatte seinen Kleiderschrank von Körper mit unlauteren Mitteln eingesetzt. Bis zur 66. Minute dauerte es, ehe die mitgereisten SG-Hooligans wieder jubeln konnten. Auch das dritte Tor an diesem grauen Herbstnachmittag fiel nach einem Standard. Ein Freistoß von dem „Gott des ruhenden Balles“, Hannes Schöller, wurde im Sechzehner länger und länger. Am langen Pfosten lief Stefan Bauer mit Siebenmeilenstiefeln ein und vollendete zum hochverdienten 3:0.

Spätestens jetzt stellte die Heimelf im Spitzenspiel der A-Klasse die Offensivbemühungen ein und beschränkte sich auf Schadensbegrenzung. Im Gefühl des sicheren Sieges verwaltete die SG nicht nur, sondern kombinierte sich teilweise sehenswert durchs Mittelfeld. Eine solche Ballstafette über den eingewechselten Andreas Blomeyer und Hannes Schöller schloss Flügelflitzer Fabian Rabenstein mit einem satten Linksschuss ins kurze Eck ab. Durch das 4:0 war der Deckel endgültig auf der Partie.

Alles in allem eine hervorragende Mannschaftsleistung, in der kein einziger SGay abfiel. Durch den ungefährdeten Erfolg bleibt die Spielgemeinschaft an der Spitze und konnte sogar einen weiteren Zähler zwischen sich und die Konkurrenz bringen. Der schärfste Verfolger, DuO 2, verlor überraschend in Hüttenheim. Am 16. November wartet ein unangenehmes Heimspiel auf Wolf & Co. Der kampfstarke SC Schernau ist zu Gast in Nenzenheim. Das Hinspiel endete zwar 3:1 für den Tabellenführer, allerdings fielen die Siegtore jeweils in den Schlussminuten. Am Ende kackt die Ente!

1 Kommentar


  1. Männer saugeile Leistung und ein saugeiler Bericht !!!! 🙂

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