Das Märchen von Simon Sußner und den fünf Toren

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Mit einem 7:0-Sieg im letzten Rundenspiel gegen die dritte Mannschaft aus Schwarzenau/Stadtschwarzach erklimmt die Reserve der SG noch den dritten Tabellenplatz in der B-Klasse!
 
Es war einmal im Mai in Nenzenheim ein lauer Sommerkick wie zwischen Dementen und Lahmen im Altenwohnheim. Die einen schienen nicht zu wissen wohin mit dem Ball, die anderen zu langsam um das Produzierte als Fußball bezeichnen zu können. Die Gäste versuchten mit guten Spielaufbau vergeblich die Defensive der SG II zu überwinden, diese ihrerseits tat sich lange Zeit schwer vor das gegnerische Tor zu kommen. Der Dosenöffner für die SGay II kam in Gestalt der Schmierfett-Handschuhe von FVS-Schlussmann Manuel Müller. Eine Flanke von Andreas Blomeyer rutschte Müller durch die Hosenträger, Simon Sußner stand goldrichtig und staubte ab. Leider nicht das einzige Mal an diesem Tag, dass Flutschfinger und Unglücksrabe MM1 nicht richtig Hand am Gerät anlegen konnte. Noch vor dem Halbzeitpfiff konnte Sußner die Führung ausbauen, nach feinem Zuspiel von Simon Müller behielt er allein vor dem Torwart die Nerven.
Halbzeit, einziger Tagesordnungspunkt: Zunahme garantiert veganer und laktosefreier Hopfenextrakte
Nach der Pause zog sich der FVS III immer weiter zurück. Fast wären sie noch in Österreich angekommen. Die kleinen SGays rückten nach und erhöhten stetig das Ergebnis. Erneut ein Zuspiel von Simon Müller auf Simon Sußner – 3:0, Hattrick. Philipp Heubach flankt einen Eckball in den Strafraum, von solcher Schönheit, dass alle Spieler ob der Entdeckung des Möglichen wie angewurzelt stehen bleiben. Alle, bis auf Sußner – 4:0. Beim FVS III waren die Kräfte nun völlig aufgebraucht wie damals bei Axel Schulz gegen George Foreman, Sußner legt für Manfred Falk auf – 5:0. Kurz danach peitschte Gerd Rabenstein einen Freistoß zielgenau auf das Skalp von Falk – 6:0. In der Schlussminute jagte Martin Uhl dem Ball nach wie ein tollwütiger Hund einen rennendem Mettigel auf Speed, klaute dem Verteidiger dazu noch die Murmel als würde der junge Clint Eastwood einem Vorschulkind den Lolli aus den Griffel zerren, legt auf Sußner quer und der erzielte mit einem Lupfer aus dem Lehrbuch (Titel: „Lupfer für Dummies“) seinen fünften Treffer an diesem Tag – 7:0!
Der letzte, der es fertig brachte fünf Treffer in einem Spiel für die SG zu erzielen war Sußners Schwager Andreas Braun. Brauns Trauung war komischerweise Weise just am Tag zuvor. Mehr Zufälle gibts nur bei „Berlin Tag und Nacht“. Aber anscheinend wurde dort ordentliches Zielwasser ausgeschenkt… Sußners Vermächtnis nach dem Schlusspfiff lässt sich am besten mit folgenden Worten zusammenfassen: Aus Speis‘ und Trank, wird Scheiß und G’stank! #SGayLebensweisheitNr1
Am letzten Spieltag verdrängt die SG II noch die Reserve des SV Sickershausen vom dritten Tabellenrang, bockstarke Leistung! Dabei ließ der Vorvorjahressensationsmeister in der Rückrunde nur acht Gegentreffer zu – so wenige wie keine andere Mannschaft und das obwohl in diesem Zeitraum gar sieben Torhüter ihr Können (oder auch Nicht-Können) unter Beweis stellen durften (Torhüter in der SGay sind so selten wie Grundrechte in arabischen Ländern). Mit seinen Saisontreffern 22 bis 26 sichert sich SiSu7 ebenfalls die Torschützenkrone in der B-Klasse 4.
 
Und wenn er nicht gestorben ist, jubelt Sußner noch heute…

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