Sie dachten, dass die zweite Halbzeit noch spannend wird? Da muss ich Sie leider enttäuschen!

Wäre schon geil gewesen, wenn die SGay nach dem Sieg in Willanzheim direkt hätte nachlegen könne. Der FC Hopferstadt 1947 e.V.​ entpuppte sich dann aber doch als zu hohe Hürde. Auch – oder besser – gerade weil sich die SGay-Bunnies zu Ostern drei Eier selbst ins Nest legten.

Offensivaktionen der SG in Durchgang Eins: Flanken, so flach, dass man fast geneigt ist sie als unterirdisch zu bezeichnen. Schöne Pässe. In den Lauf des Gegenspielers. Drei Mal. Und drei Mal schlug der FCH eiskalt zu – pure Effizienz. Es blieb nur ein Schüsserl von Florian Silbersieber, der sein (hoffentlich nicht einmaliges Comeback) auf der SG-Showbühne gab.
Für die SG waren es 45 Minuten zum Vergessen. Die Truppe von Erwin Klafke hingegen spielte einen ansehnlichen Offensivfußball. Der Ball lief sehr gut in den eigenen Reihen, früh wurden verlorene Bälle zurückerobert. Immer war ein Himmelblauer anspielbar. Und jeweils nach einem Aussetzer eines SGays waren Thorben Reibold, Andreas Jörg und Moritz Dopf zur Stelle und bestraften die Fehler eiskalt.
Zugegebenermaßen ist der FCH kein Gegner, bei dem fest mit einem Punktgewinn rechnen darf (was wohl nicht wenige Fans nach dem 5:0 in Willanzheim gemacht haben und denen in der VIP-Lounge der Aperol Spritz wohl ordentlich im Hals stecken blieb). Wenn Du dann einer gestanden Kreisklassentruppe noch drei Bonbons unter die Nase hältst, kannst Du froh sein, wenn am Ende die Hand noch dran an.
Im zweiten Abschnitt stand die SG geordneter und ließ keine Hopferstädter Chance mehr zu. Auch weil ein gutes Pferd nur so hoch springt wie es muss. Und der Gaugaul ohne hohen Aufwand das Ergebnis nach Hause traben konnte. Für Ergebniskosmetik und die Fortsetzung seiner Serie hätte Dirty Harry sorgen können. Aber lieber mal den fast schon am Boden liegen FCH-Schlussmann angeschossen. Dass man heute nicht vom Glück gesegnet war, zeigte auch ein Rabenstein-Freistoß, der lieber an den Pfosten klatschte als ins Netz zu fallen.
Es kann nicht immer alles klappen, aber klar ist, dass die erste Hälfte so lethargisch war, dass man Angst haben musste, SGay-Maskottchen Oscar aus Versehen einzuschläfern, wenn man ihn zu lange auf das Geschehen blicken lässt.
Wenig entspannend ist zudem, dass Mainbernheim und Ippesheim jeweils einen Zähler erkämpfen konnten. Die nächsten Gegner der SGay lauten: Bütthard und Sickershausen. Ebenfalls Gegner aus der Top 5 der Tabelle. Nicht verzagen, wenn wir in den nächsten Wochen hilfloser im Tableau auf der Stelle treten als Reiner Callmund auf dem Stepper. Wichtig wird es sein im Saisonendspurt die entscheidenden Zähler für den Klassenerhalt zu ergattern.

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