SVH gegen SGUH

Enklave gegen umschließende Großmacht. Büsingen gegen den Kanton Schaffhausen, Lesotho gegen Südafrika, San Marino gegen Italien. Oder auch nur SV Hüttenheim gegen die SGay. Vom Niveau her die schlechteste Alternative… Man könnte sich zukünftig übrigens statt Seinsheim/Nenzenheim auch einfach „um Hüttni rum“ nennen #SGUH.
 
Das Spiel begann wie ein Arthouse-Porno. Viel Körperkontakt, viel Gefummel, wenig Zielführendes. Der SVH weitestgehend offensiv abgemeldet. Die SGUH mit wenig Zug zum Tor und vereinzelten Schüsschen aus der Distanz.
Leistungsgerechte, torlose Ödnis zur Pause, was es möglich machte, wenigstens einmal die Abwehrreihen zu loben.
Etwas niveauvoller gestaltete sich der zweite Durchgang. Nach einem Singer-Eckball netzte Christian Schömig per Hans-Dampf-Strahl zur nicht unverdienten Führung ein. Ohne souverän zu agieren hatte die Spielgemeinschaft in der Folge ein klares Chancenplus. Singer scheiterte mit einem Freistoß an SV-Schlussmann Schmidt, ebenso wie Volkamer bei einem Schuss aus linker Position. Schömig und Hörlin probierten es aus der Distanz. Sußner scheiterte erst mit einem Sololauf, dann noch mit einem Abstauber aus wenigen Metern nach einer Ecke. Hoffentlich wächst das Skrotum nicht mit dem Ego, sonst sind bei einigen die Familienplanungen abgeschlossen, bevor sie angefangen haben.
Vom SV kam in der Schlussphase auch wenig Gefährliches. Lediglich zwei Freistöße von Andreas Schlegel, die wie ein Ost-Berliner 1989 zwar den Weg über der Mauer, aber nicht ins Glück fanden. Die beste Möglichkeit vergab Oldie Thorsten Gräf, der nach einem Konter wie ein alternder Playboy in der Rücken-Reha vor dem Höhepunkt vom eigenen Ischias ausgebremst wurde.
 
Nun noch die Zahlen zur Partie: 42, regelmäßiges Siebeneck, Epsilon, Frank Zander. Wie immer ohne Gewähr.
 
Vorspiel gab es auch eines. Aber kein Wunder, dass der Höhepunkt ausbleibt, wenn die Ouvertüre eher gammliger Konfitüre gleicht. Das Spiel unserer Zweiten kam wie eine romantische Komödie daher. Gesehen von einem nihilistischen Publikum. Ein einziges Warten auf das Ende. Die Zuschauer  – und vor allem der überqualifizierte Schiedsrichter – wie der Eisdielenbesitzer, der nur darauf wartete, dass die Typen vom Gesundheitsamt endlich wieder abhauen. Endstand übrigens 0:1. Für die Reserve des TSV Mainbernheim. Verdient. Wenn man das über unbefriedigendes Petting sagen kann.
 
Nächsten Sonntag treten beide Teams um jeweils 15 Uhr auswärts an. Team I in Gnodstadt, Team II in Schernau.
 

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