Personalnot – nächster Akt

Auch wenn etliche von uns schon seit Jahrzehnten kicken, eine solche Verletztenmisere hat es seltener gegeben als Niveau auf RTL II. Und wenn man denkt, schlimmer kann es nicht mehr kommen, meldeten sich mit Lukas Schenk und Fabi Kehrer zwei weitere Stammkräfte verletzt ab. Matze Volkamer quälte sich (Chapeau!) eine Halbzeit aufs Feld. Um das mal zu verdeutlichen: Johannes Gegner – seit 24 Jahren Verteidiger mit Leib und Seele musste Notgedrungen gegen Schernau sein Debüt als 6er geben. Das ist verrückter als das Comeback von Abba.
Zum Spiel: Wille und Einsatz waren absolut da. Schernau hatte gegen uns eine sehr einfache, aber leider auch effektive Art zu kicken. Langer Ball von den Verteidigern auf die pfeilschnellen Stürmer. Bei drückender Hitze hatten die Angreifer eine absolute Pferdelunge und sorgten für mehr Gefahr als ein Raucher im Heu. Wie schon fast üblich, kickten wir eine scharfe Hereingabe selbst ins Tor. Eigentor Nummer 3 in dieser Saison!
Mit einem 2:0 Rückstand gingen wir in die Halbzeit. Besonders die Phase nach Wiederanpfiff war durchaus akzeptabel. Es wurde der Fight angenommen und immer wieder nachgesetzt. Doch es kam wie es kommen musste. Der Mittelfeldakteur von Schernau rutschte über den Ball und somit ein hervorragender Lupfer über unseren Keeper. Der Widerstand war gebrochen. Danach klappte bei Schernau einfach alles. Jeder Schuss landete unhaltbar im Tor. Pette Radant war beim Endstand von 6:0 die ärmste Sau und konnte einem Leid tun.
Eine verdiente Niederlage, wenn auch ein 3:0 ein deutlich gerechteres Ergebnis gewesen wäre.
Doch der erste Schritt in die richtige Richtung ist gemacht, wir waren eine Mannschaft! Wie sagte schon Kafka: „Wege entstehen dadurch, dass man sie geht“.

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