Bitte kein One-Hit-Wonder

Dass neu gegründete Kombination sofort einschlagen wie ein Stück Sachertorte auf die Hüften ist nichts neues. Aber der Erfolg sollte dann doch etwas nachhaltiger sein. Oder kennt Ihr heute noch Overground und Nu Pagadi? Eben! Ziel der nächsten Wochen ist es ein Team zu basteln, das besser harmoniert als Tango & Cash und kein berüchtigtes One-Hit-Wonder bleibt.
 
Viel Körperkontakt, steife Hüften und wenig Zählbares. Kurzum: Der Auftritt der neuformierten SG SV Markt Einersheim / SG Seinsheim/Nenzenheim (jaa, wir wissen, dass es leichter war I’m a Scatman bei doppelter Wiedergabegeschwindigkeit fehlerfrei mitzusingen als den Vereinsnamen richtig auszusprechen…) war die beste Folge Let’s Dance, die die doch recht zahlreich erschienenen Zuschauer je zu sehen bekamen.
Dabei war es an sich für das erste gemeinsame Spiel sogar mindestens gut, was man als Außenstehender zu sehen bekam. Allerdings verstand es der Gegner vom TSV Mainbernheim auch sehr gut, kaum Torszenen zu zulassen und ansehnlichen Fußball nach vorne zu spielen. Weil aber auch die neue SG-Hintermannschaft stark agierte, gab es über die Spieldauer hinweg kaum Chancen zu sehen.
Praktisch mit ihrer ersten Möglichkeit ging die Weinfestelf nach schöner Kombination über Schömig und Zehnder durch Singer in Führung. Der Treffer sorgte bei den spielbestimmenden Gästen für so lange Gesichter wie im Familienalbum der van Nistelrooys. Einmal die Unachtsamkeit des Gegners eiskalt ausgenutzt. Irgendwo in Brandenburg sitzt Axel Schulz und denkt sich: „So geht das also“.
Den Rest der Spielzeit hatte man ehrlich gesagt nur zwei wirklich nennenswerte, gefährliche Momente. Zehnder und Schömig spielten kurz nach der Pause einen Doppelpass zu viel. Beziehungsweise einer lief einmal zu wenig und das Leder ging im gegnerischen Strafraum in aussichtsreicher Position noch verloren. Nur wenig später lag Zehnder nach einer Flanke waagrecht in der Luft, brachte aber nicht genügend Druck hinter den Ball. Es wäre auch ein Tor jenseits der Schwerkraft gewesen, ein Tor wie bei Captain Tsubasa. Genzo Wakabayashi hätte keine Abwehrchance gehabt.
Der TSV kombinierte sich häufig durch die Mitte, kam aber so nur selten zu Abschlüssen. Gefährlich war die Elf von Josef Unser dafür stets nach ruhenden Bällen. Dreimal schepperte nach solchen das Nenzenheimer Gebälk, vom einem Gegentreffer blieb man glücklicherweise aber verschont.
Bei Standards besteht also noch Nachholbedarf. Schömig muss sich entscheiden, ob mehr Wert auf Foxtrott oder Quickstep gelegt werden soll, denn die weiteren Auftritte sollen nicht wie Langsame Walzer daherkommen. Dann wird es auch mit der Punkteausbeute bei „Let’s Dance – Die Tanzshow der A-Klasse“ klappen.
 
Um mal mit den gängigen Regeln zu brechen bestritt die Reserve nicht das Vorspiel, sondern bildete den Nachtisch. Gegen die zweite Mannschaft aus Mainbernheim musste man sich mit einem 2:2 begnügen.
 
Am Sonntag folgt für die Kandidaten der Recall. Zum Seinsheimer Seefest empfängt man um 16 Uhr den TSV Albertshofen 1905 e. V..

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