6:2 – unser persönliches Mettbrot. Mit viel Zwiebeln.

Wir tummeln uns mit ein paar anderen Mannschaften zusammen ja in einer durchaus interessanten Tabellenregion. Die vor uns wollen den zweiten Platz halten, die hinter uns wollen ihn erobern. Und wir stecken mittendrin und wünschen uns natürlich nur eines. Viel Zwiebeln auf unserem Mettbrot! Oder was habt Ihr gedacht? Dass wir nach dem Heimsieg gegen die U23 der F.Vgg. Bayern Kitzingen 1911 Gedanken an den Aufstieg verschwenden? Nee, da müssen wir Euch enttäuschen. Wir haben nur Mettbrote im Kopf.
 
Die SGay war sofort auf Betriebstemperatur und konnte sich direkt zu Beginn erste Möglichkeiten erspielen. Und die blieben ausnahmsweise mal nicht lange ungenutzt. In der achten Minuten versenkt Sußner, der Mann mit Beinen, die so dick sind wie seine Finger, nach Vorarbeit von Flo „die geborene Zehn“ Müller. Dann lieferten die Jungs aus dem Weinparadies erst einmal den Beweis, warum der nächste Mannschaftsausflug unbedingt beim Optiker enden sollte. Sußner, Singer, Eror, Bischoff – alle mit Chancen, die entweder ungenau abgeschlossen wurden oder FVgg-Schlussmann Julian Wald konnte in letzter Instanz parieren.
Die kleinen Bayern übernahmen mit der Zeit mehr Spielanteile, konnten aber selten gefährlich vor dem SG-Gehäuse auftauchen. Unverdient war der zwischenzeitliche Ausgleich aber nicht, nachdem die SGay einen Freistoß wiederholt nicht klären konnte. Mal wieder einen obligatorischen Gegentreffer hinnehmen müssen, der mal wieder ziemlich unnötig war. Eine Situation, ohne die wir scheinbar nicht existieren können, ihr nicht entfliehen können, die unausweichlich ist. Unser ganz persönliches 0:0 also.
Und wie schon nach dem ersten 0:0 zu Beginn der Partie konnte man die passende Antwort geben. Foul an Schömig, Freistoß Singer. Wunderschön über die Mauer, wunderschön drin.
Und noch vor dem Halbzeitpäuschen legte Schömig den dritten Treffer nach. Vorausgegangen war ein Zuspiel Singers. Eines der wenigen im ersten Durchgang, das im Strafraum einen passenden Abnehmer gefunden hat.
 
Nach dem Seitenwechsel drückten die Wilden Kerle aus Kitzingen mit Hochdruck auf den Anschlusstreffer. Und nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff wurden Sie für Ihre Courage belohnt. Robin Jarrath überwindet mit einem Hammer aus der Distanz Dorin Masca, der majestätischer ins Nichts fliegt als jeder Adler.
Noch bevor bei uns die Knie so richtig das Schlottern beginnen konnten, stellte Singer wieder den alten Zwei-Tore-Abstand her. Kuddelmuddel im Strafraum, als Wald gegen Sußner noch parieren konnte. Doch der Abpraller landet vor Singers Füßen, der so einschiebt wie Harald Juhnke in die ewigen Jagdgründe einfuhr: Trocken.
Die Reserve der Bayern versuchte es weiter im Turbogang nach vorne, häufig war das Resultat aber nur ein Kitzinger Distanzschuss, der von Masca entschärft werden konnte. Der SG boten sich Kontermöglichkeiten, die zunächst zu schlampig verwertet wurden. Erst nach einem Platzverweis gegen die Gäste und damit einhergehend noch mehr Platz nach vorne, konnten die Ambitionslosen zwei weitere Treffer erzielen. Eigentlich hatten die FVgg’ler einen SG-Angriff schon geklärt, als der eingewechselte Daniel Mend den Befreiungsschlag noch blockte und Singer mit einem Kopfball (der in der Zeitlupe ungefähr so aussah, wie wenn ein Hund eine Frisbee-Scheibe mit der Schnauze fangen will) auf 5:2 erhöhte.
Wieder war es SS10, der nur kurz darauf das halbe Dutzend voll machte (wenigstens hat er nichts anderes voll gemacht). Der Assist kam zum zweiten Mal an diesem Tag von Florian Müller. Wenn der Ball keinen Rückwärtsdrall hat, scheint Florence The Machine sogar etwas mit diesem anfangen zu können…
 
Mit einer disziplinierten und abgeklärten Leistung sowie etwas Spielglück gelingt der SGay ein Sieg im Verfolgerduell. Alle anderen verfolgen den zweiten Platz, wir gönnen uns darauf erst einmal ein Mettbrot. Mit viel Zwiebeln.

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