Ein Punkt für die Meinungsfreiheit

2:2 beim Sportclub Mainsondheim. War mehr drin. War aber auch weniger drin. Gegen personell ziemlich gebeutelte Gastgeber verpasste die SGay mit einem Sieg den Klassenerhalt einzutüten.
Es war ein munteres Spielchen im ersten Durchgang mit Chancen auf beiden Seiten. Der SC versuchte es mit der spielerischen Note, die SG setzte Konterkraft dagegen. Hätte bis zur Pause auch gut aufgehen können…
Den ersten Punch setzte Fabi Säämän. Sein Distanzschuss überraschte Aushilfsschlussmann Zuckle im Mainsondheimer Kasten auf dem falschen Fuß, die etwas überraschende Führung für die SG. Wer im Übrigen ein Freund kurzer Vergnügen ist, sollte sich unseren Ultras anschließen. Anstoß, Angriff SCM, Ausgleich. Keine zwei Minuten später. Supergeil. Die Mainfährler setzten nach einem katastrophalen Ballverlust von Schoppenschöller (pünktlich zum Seinsheimer Weinfest ist er wieder da) sogar noch das 1:2 vor der Pause obendrauf. Klingt schon bitter genug, wird aber erst richtig mies, wenn man Rabensteins ausgelassene Möglichkeiten erwähnt. Von Don Quijote zu Don Kojote in wenigen Wochen. Satte fünf Mal wird Captain Stabenrein freigespielt, fünf Mal heißt es Blondie gegen Zuckle und unglaubliche fünf Mal pöhlt der Rudelführer das runde Leder nicht ins Tor. Wie mit zwei ralligen Blondinen aus dem Club heimfahren ambitionslos in einen Gurkenlaster rasen. Es kam dann lange Zeit nichts mehr von der SGay. Man hatte beide Beine, Hände und Arschbacken damit zu tun einen weiteren Gegentreffer zu verhindern und die Partie offen zu halten. Der SCM verpasste die Entscheidung und die Black Gays kämpften sich zurück. Einen Schuss des ehrgeizigen Comeback-Kids Floggy Sieber wehrte Zuckle nach vorne ab, Sußner stand parat und staubte zum dann doch etwas glücklichen Ausgleich ab. Brunsegal, Tor ist Tor, Punkt ist Punkt (wir widmen diesen Punkt der Meinungsfreiheit, die kennt man nicht überall in der Kreisklasse). Hätten auch drei sein können, falls Sußner in der Schlussminute präziser zu Tobi Schmidt gepasst hätte. Oder Rabi einen seiner fünf Freibriefe verwandelt hätte…
Der Direktabstieg ist seit dem Remis zwischen dem ASV Ippesheim und der TSG Sommerhausen vom Tisch, die Relegation allerdings noch nicht ausgeschlossen. Um auf Nummer sekundenklebersicher zu gehen, sollten die Weinfestboys ihr letztes Saisonspiel gewinnen. Passend zum Derby spielt der ASV Ippesheim seinen vorerst letzten Kreisklassengig auf unserem Territorium.

Völlig losgelöst (ist übrigens unser Lieblingsweinfestkracher) von jeglicher Form von Ordnung und Formation setzte für unsere Zweite gegen die Mainsondheimer Reserve eine verdiente 2:6-Niederlage. Die SGays wie Pappe. Aufgeweichte Grundsubstanz und dann nicht mehr zu gebrauchen. Wenigstens hat man sich gegenseitig – gemäß Omi’s Originalrezeptur für „Knöchelgulasch“ – umgegrätscht und hat dem Gegner dieses Vergnügen nicht auch noch überlassen.

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