Insel der Enttäuschung

Auch wenn die SGay am Sonntag gegen die SpVgg Gülchsheim nicht ihrem besten Auftritt ablieferte, der Frust war nach dem Schlusspfiff immens. Obwohl zweimal ein Rückstand egalisiert wurde, stand man am Ende mit leeren Händen da. Schuld: Ein unberechtigter Foulelfmeter.

Die ersten 30 Minuten: Einbahnstraße pur in der für die SG gilt: Tempo Null. Gegen die kombinationssicheren Gäste gab es zu Beginn kaum Befreiung. Und nachdem man eine Zeit lang den letzten Pass oder gefährlichen Abschluss verhindern konnte, war es in der 20. Spielminute soweit, Michael Weber erzielte die verdiente Führung für die Gäste. Und kaum wurde die SG einmal gefährlich, besorgte Tortorpedo Harald Schmidt den Ausgleich. Langer Ball in den Rücken der Abwehr von Vicki Minaj #HatWederTittenNochNenDickenArsch Eror, Schmidt rennt im Laufduell erst seinen Gegenspieler um, dann noch durch diesen hindurch und nudelt die Murmel dann in feinsterStrafrauminstinktfußballermanier ins Tor. Eine Zweikampfführung von Fabi Seemann fehlerhafter als ein Facebookpost von Til Schweiger brachte aber den Roten Teufel die Halbzeitführung. An unnötiges Foul an der Strafraumgrenze nutzte der Gefoulte Ralf Dehm und verwandelte den fälligen Freistoß direkt zum 1:2. Miese B-Noten verdiente sich Schöller-Ersatz Lukas Hörlin, der im Mittelkreis derart abhob, dass irgendwo in München Arjen Robben ins Straucheln geriet, obwohl er gerade saß. Hat sich ohne Einwirkung des Gegners verletzt. Warum andere machen lassen, was man selbst am besten kann? Er musste raus, irgendwas mit Knie. Dumm, dass er sich das nicht einfach wieder gesund treten kann.
Wie gegen Sommerhausen in der Woche zuvor schaffte es die SG nach dem Seitenwechsel aber die Partie offen zu halten und kämpfte sich zurück. Und nach einer Kopfballverlängerung von Andi Walter war erneut Schmidt zur Stelle. Ließ erst seinen Gegenspieler stehen und dann SpVgg-Schlussmann Leßner alt aussehen. Der erneute Ausgleich. Gar nicht mal so unverdient, weil man bis dato in Halbzeit Zwei hinten nichts zugelassen hatte. Viele Chancen konnten sie die Weber-Schützlinge danach auch nicht erspielen. Einmal klärte Stefan Bauer in letzte Sekunde. Und dann war da noch Schiri Roberto Opris, der den Siegtreffer für die Mittelfranken erzielte. David Hegwein wird im Strafraum angespielt, schießt vorbei und drei Lichtjahre später stößt er mit SGay-Keeper Simon Hahn zusammen. Wird dabei wohl angehaucht und fällt als bestünde der Atem von Hahn aus reinem Methan-Gas. Szene vorbei, denken alle Beteiligten, außer Opris, der zur Überraschung aller (die Gülchsheimer hatten sich schon so weit zurückgezogen, dass fast vorne wieder raus gekommen wären) nach „kurzer“ Bedenkzeit (entspricht in etwa der Wartezeit auf die nächste Schalker Meisterschaft) auf den Punkt zeigt. Dehm lässt sich das Geschenk nicht nehmen, 2:3.
Die Begründung des Unparteiischen „Es gab Kontakt zwischen Torwart und Stürmer und da pfeife ich immer Elfmeter“ können wir nicht so ganz nachvollziehen. Wir wünschen Opris aber viel Glück, wenn er im nächsten Spiel 27 solcher Strafstöße pfeifen muss.
Eine unglückliche Niederlage, zwar hatte man in den ersten 30 Minuten gehörig Probleme ins Spiel zu finden, aber auf Lichtanknipser Schmidt war wieder hundertprozentig Verlass. Und ohne den eher lächerlichen Strafstoß hätte man wahrscheinlich auch einen Punkt zu Hause behalten. So gab es im dritten Heimspiel die dritte Pleiten gegen Gülxi #Angstgegner #LaBestiaRoja.

Die Zweite Mannschaft steckt nach dem zweiten Spieltag soweit im hinteren Teil in der Tabelle, dass Dildoking Onlineshop sich schon als Trikotsponsor für die kommende Saison aneboten hat. Lief aber auch geil, Rabenstein verletzt sichbeim #BallInDenWinkelSchweißen, und auch sonst schienen mehr Invalide als Gesunde über den Platz zu humpeln. Einer überwand aber noch die Grenzen der Physik: Die Hummel flog. Vom Platz.

Wir machen kurz Spontanurlaub auf der Insel der Enttäuschung. Sind nächsten Sonntag in Willanzheim aber wieder da.

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