Mit der HS-Connection zum Erfolg

Dinge kommen, Dinge gehen. Manches – aber nicht alles – bleibt

bestehen. Die SGay verliert zum dritten Mal in Folge nicht am ersten Spieltag. Und bringt dabei das Kunststück fertig nach Halbzeitrückstand noch am Sommerhäuser Wildpark drei Punkte mitzunehmen. Durcheinandergespießtes Gefühlsschaschlik bei der Reserve. Eigentlich ganz gut gekickt, aber nix Zählbares außer den eigenen Pfunden mitgenommen.

Die letzten Gastspiele der SG bei der TSG Sommerhausen waren eher ernüchternd. Und bereits kurz nach dem Anpfiff drohte den Weinparadiesboys das gleiche Schicksal. Über ihre schnellen Außenspieler und den ballsicheren wie agilen Felix Vetter im Zentrum liefen die TSGays den SGays in den ersten Minuten wiederholt davon. Youngster Simon Hahn verhinderte mit einer starken Parade nach wenigen Minuten den Rückstand. Nach etwa 15 Minuten hatte dann aber auch der letzte SG-Akteur die Schlafbrille weggepackt, es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe ohne übermäßig gute Torchancen auf beiden Seiten. Gerade als die SGay die Oberhand zu gewinnen schien, dampfte die TSG-Lok unaufhaltsam über die linke Flanke durch und am langen Pfosten musste Christian Schwarz nur noch einschieben (34. Minute). Der Gegentreffer gab der Spielgemeinschaft einen Knick. Bis zur Halbzeit dann Einbahnstraßenfußball der blau-gelben Wildparkler, aber immer Sackgasse Hahn. Mit vollem Einsatz verhinderte man vor der Pause einen zweiten Gegentreffer, der die Begegnung wohl bereits entschieden hätte.
Devise „Spiel offen halten“ gab der Mann mit der eisernen Maske seinen Jüngern mit auf den Weg. Was die Plattitüden-Ritter perfekt in die Tat umsetzten. Besser sogar: Walter hätte direkt nach dem Wiederanpfiff den Ausgleich erzielen können, wenn ihm wenige Meter vor dem Tor nicht der Fuß eingeschlafen wäre. Die restlichen Promille wurden in Leistungsprozente umgewandelt (nennt man Photosynthese, wenn wir in Biologie damals richtig aufgepasst haben #WirSindBildungsjugend), was zur Folge hatte, dass die Mitte enger besetzt wurde als die Theke im Käuzle Würzburg am Samstag bei der Mal-die-Wand-an-Fete (wir haben extra drei Scouts vorbeigeschickt um diese Aussage rechtfertigen zu können), das Innenverteidiger-Duo Bauer/Sieber bekam Vetter hervorragend in den Griff und die Außenspieler konnten konsequent die Sommerhäuser Flügelkombinationen unterbinden. Und vorne drin schuftete sich Crash-Test-Dummy Schmidt den Arsch ab, erlief immer wieder die langen Bälle über die TSG-Abwehr und sorgte für die nötige Entlastung. Nach einer Flanke von Kopfballungeheuer Schöller (erfolgreiche Kopfbälle zu diesem Zeitpunkt: 0) nusste Schmidt nicht nur den Ball zum Ausgleich ins Tor, sondern auch gleich den Pfosten mit um, oder so ähnlich (64. Minute)… Nachdem die SG ein paar weitere (Halb-)Chancen ausgelassen hat, läutete erneut Harry G. den Siegtreffer ein, indem er einem langen Ball nachsetzte und im Strafraum von Marcus Geiger nur noch mit einem Foul zu bremsen war. Schöller tritt an. Schöller verwandelt. War klar. Elfmeter kann man ja auch nicht ins Tor köpfen. Schmidt musste kurz behandelt werden, er überstand aber auch diesen Elch-Test unverletzt. Wenig später hatte AW10 die Entscheidung auf dem Klumpen. Scharwenzelt sich den Ball auf den linken Schlappen und macht dann kurzen Prozess und seinen Meister in Ballistik: Vom rechten Strafraumeck und aus gefühlt 20 Metern per Lasergeschoss nur hauchzart zu weit links geschielt. Pfosten. Von der TSG kam wenig. Einzig Benedikt Lindner gab noch einen Torschuss ab, kein Problem für Hahn. Den letzten Angriff blockte Schöller mit seinem ersten erfolgreicher Köpfer der Partie. Bezeichnend.
Eine bockstarke zweite Hälfte sichert der SG einen nicht erwarteten Sieg in Sommerhausen. Hätten die Gastgeber vor der Pause den zweiten Treffer nachgelegt, wäre der Drops wohl gelutscht gewesen, so sorgte die HS-Kombination für einen nicht gänzlich unverdienten SGay-Dreier (Äh, Pfui, nicht das, was ihr gleich wieder denkt!).

Lange Zeit sah es gut aus, was die SGay II bei der neuformierten Spielgemeinschaft Hohenfeld/RW Kitzingen II aufs Grün zauberte. Naja, war übertrieben, zaubern wollen wir es mal nicht nennen. Lange schien es, als wäre es nur eine Frage der Zeit bis die SG in Führung geht, aber ein Ping-Pong-Tor und ein sauber zu Ende gespielter Konter in der Schlussphase sorgten für Ernüchterung. Vielleicht war man aber auch von den krummen Linien auf dem Sportplatz zu sehr abgelenkt… Aber so ist das nun mal, wer die kürzeste Zwiebelspalte aus dem Frühstücksmettigel zieht, der verliert. Bekommt aber die Reste des Igels. Klassisches Patt. Ha. Wir beantragen den Extrapunkt noch bei der BFV-Mafia.

Dieses Video wurde Ihnen freundlicherweise zur Verfügung gestellt von den SGay-Ultras.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.