Es geschieht Historisches in Nenzenheim

Wow, Darya (22) wird von Heidi Klum eigenhändig rausgeschmissen! Der Einzug ins Finale von Germanys Next Topmodel bleibt der blonden Lästerschwester…ääähmm, sorry, falsches Medium…ja, Fußball, olé olé. Nachdem die SG Seinsheim/Nenzenheim am letzten Spieltag einen dicken Wurstgriffel an der Meisterschale hatte, sind es nach diesem Sonntag sicherlich schon sieben bis acht Patschfinger.

Mit 5:2 wurden die offensivstarken Repperndorfer abgebügelt und zur Meisterschaft fehlt nur noch ein Pünktchen. Der klare Heimsieg hielt Historisches bereit, wurde allerdings überschattet von einer schweren Verletzung unseres Lieblings-Uruk-hai.

Markus „Wundertüte“ Wolf wirbelte seine Startformation erneut vollkommen durcheinander und tauschte auf zwei Positionen. Für den grippegeschwächten Toptorjäger Andi Keßler rückte Florian Siebereisen (puh, Knaller zum Auftakt!) nach seinem Handbruch erstmals in die Starting-Eleven. James Hole-in-one ließ den Kinderwagen in der Garage und parkte in der Innenverteidigung.

Anzüglicher Auftakt

Die Partie begann wie ein erotisches Kurzfilm-Festival: Die SG machte massiv und knüppelhart Druck auf des Spielpartners Intimzone. Knapp fünf Minuten dauerte es, bis das Ding folgerichtig erstmals im Gebälk zappelte.

Nach einem langen Schlag aus dem Mittelfeld narrte Andreas Braun seinen Gegenspieler mit einem saukomischen Blondinenwitz. Noch Minuten später kringelte sich der Bespaßte am Boden und musste mit einer Bauchmuskelzerrung in Folge eines Lachkrampfes ausgetauscht werden. Bum-Bum Braun stoppte indes den Ball mit der Brust und ließ dem Keeper des Tabellensechsten per Flachschuss keine Chance.

Die Führung währte nur vier Minuten. Patrick Kropp, 13-facher Torschütze des TSV, schloss eiskalt nach schöner Einzelleistung zum Ausgleich ab. Es ward die 9. Spielminute geschrieben und Historisches im Gange: Zum ersten Mal in dieser Saison kassierte der Tabellenführer einen Gegentreffer in der Anfangsviertelstunde.

Die Spielgemeinschaft schüttelte sich kurz und wollte nicht dastehen wie ein Pornostar mit Lampenfieber. Kleine Anmerkung für tiefgründige Debatten: Erhält man als Schmuddelfilmchendarsteller eigentlich Berufsunfähigkeitsrente bei Erektionsstörungen?

Ansteckungsgefahr im Hüftbeuger

Nach einer weiteren Drangperiode trat Hannes Schöller zur Ecke an und zirkelte das Spielgerät zielgenau auf die Pranke eines hummelfarben gekleideten Gegners – der souveräne Unparteiische entschied zu Recht auf Handelfmeter. Andreas Braun trat an, wackelte kurz mit seinem samba-erprobten Hintern, der Torhüter stimmte in den Hüft-Korso ein, vergaß dabei den rechtzeitigen Hechtsprung nach dem Ball – 2:1!

Trotz klarer Überlegenheit und Führung hatte die Heimelf noch nicht genug, genauso wie ein Pornosternchen in Altersteilzeit (ok, das war die letzte erotische Anspielung oder Metapher – versprochen). Der wieselflinke Fabian Rabenstein setzte sich dynamisch über außen durch und legte formidabel zu Andreas Braun im Sechzehner zurück. Dieser zog sich den Ball Hacke herum, wobei der Körper deutlich langsamer rotierte als die Erdachse.

Mit dem Wendekreis eines 7,5-Tonners – einige Zuschauer wollten das Gepiepse des akustischen Rückfahrwarners gehört haben – brachte sich der Oldie in Schussposition, zog ab und traf durch die Hosenträger des Gegenspielers zum 3:1-Pausenstand.

Repperndorfs Albbraun (Wortspiel für Fortgeschrittene)

Nach dem fruchtig-frischen Pausen-Appletini das gleiche Bild: Der Tabellenführer beherrschte weitestgehend das Spiel und ließ den Gast selten zu gezielten Vorstößen kommen. Im zweiten Spielabschnitt dauerte es dennoch über 20 Minuten, ehe die SGays endlich den Lümmel eintüteten und sich nicht mehr mit dem Vorspiel aufhielten (Hab euch vorhin nur ausgetrickst!).

Nach feinem Zuspiel des stärker werdenden Hacki Schöller mogelte sich Matthias Volkamer glockenfrei in den Sechzehner der Gäste. Seinen Schuss konnte der gut aufgelegte Keeper zwar noch parieren, der Abpraller landete allerdings vor den Füßen von…ja, richtig geraten…Andreas Braun.

Der 29-Jährige, der vor der Partie erstmals auf orthopädische Stützstrümpfe statt Stutzen setzte, umkurvte den Torhüter und schob überlegt ins lange Eck. 4:1 – Deckel drauf, Kittel geflickt. Unachtsamkeit schlich sich ein und so konnten die Repperndorfer auf 2:4 verkürzen. Ein Anhänger der Gäste brachte es auf den Punkt: Zweiter Torschuss – zweiter Treffer.

Uruk-hai nicht mehr dabei

Trotz des Gegentreffers ließ der Spitzenreiter keine Hektik aufkommen und spielte weiter routiniert seinen Stiefel (wir vermissen dich) runter. Kurz vor Schluss machte die Nenzenheimer Videoleinwand schlapp! Warum? Zum fünften Mal leuchtete der Name Braun in der Torschützenliste auf.

Nach maßgeschneiderter Vorlage von Fabian Rabenstein – nun stolzer Papa eines Oskars – stolperte der ehemalige Schönschreibkönig der zweiten und dritten Klasse, Grundschule Martinsheim zum fünften Mal an diesem Tag die Pille über die Linie.

Leider war nicht alles eitel Sonnenschein an diesem Tag. Mit einer unrühmlichen Szene kurz vor dem 5:2 machte Repperndorfs Spielertrainer Stefan Wagner von sich Reden. Nico Nees eroberte sich die Kugel und setzte zum Sprint an. Wagner packte eine mehr als unnötige Grätsche – 50 Meter fernab vom eigenen Tor – aus, ohne die geringste Chance auf den Ball zu haben. Was übel aussah, bestätigte sich auch im Nachgang: Eventuelle Feierlichkeiten wird Nenzenheims Uruk-hai mit Krücken erleben – großer Sport!

Die Protagonisten:

Körner – Volkamer, Paxton, Holeton, Hertel – Nees, Schöller – Sieber, Braun, Walter, Rabenstein

Bank: Keßler, Müller, Hörlin, Dorsch, Bauer

Tore: …boah, des glaubt doch keine Sau!

Notiz am Rande: Andreas Braun kehrt der SG mit sofortiger Wirkung den Rücken und wird Markenbotschafter von 5 GUM, arbeitet am Drehbuch für „Fünf Freunde“ und überlegt, Schutzrechte für das „High five“ zu beantragen.

Sonntag. 2015-05-17. 13 Uhr. Ochsenfurt. Maininsel. Erscheinen Sie, sonst weinen Sie.

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