SG MSN – DJK Effeldorf

In diesem Spieltag haben uns die Hünen aus Effeldorf ordentlich die Suppe versalzen. Die Rezeptur für diesen unansehnlichen Kick?
Man nehme: Eine ausgedünnte Personaldecke. (Sebbi Singer und Domi Spiller waren nicht da)
Kombiniere die verbleibende Truppe mit Ersatzspielern, welche zuvor bereits über 60 Minuten bei hitzigen Temperaturen ackern mussten. Addiere absolutes Verletzungspech, indem Tobi Zehnder, Patrick Hertel und der eingewechselte Riccardo Losch alle innerhalb weniger Minuten nach Spielbeginn verletzt ausgewechselt werden mussten. Und oh voila: Heraus kommt ein Sommerkick mit der Attraktivität einer Zahnoperation.

Nun zur Reihenfolge.

Bereits nach 5 Minuten verdrehte Patrick Hertel (unser etatmäßiger Linksverteidiger) sich das Knie, sodass für Ihn die Partie schneller vorbei war als das Sättigungsgefühl nach einem Cheeseburger. Effeldorf anschließend mit einem Eckball. Die Murmel wurde rausgeköpft, doch dann kam der stark aufspielende Raphael Hellerberg. Aus 30 Metern drosch er den Ball mit einer solchen Wucht und Präzision in den Winkel, dass man selbst mit einer Vereinsbrillen-Sammlung a la Malle-Helmut nur ungläubig Staunen konnte. Was für ein Hammer! Erster Schuss, erstes Tor. Leider auf der falschen Seite.

In den folgenden Minuten hagelte es so viele (berechtigte) gelbe Karten für die Gäste, dass der Notizblock des Schiris mehr Seiten als alle Harry Potter Bände vorzuweisen hatte. Sehr zum Leidwesen von Tobi Zehnder und den erst eingewechselten Ricci Losch, welche beide unsanft von den Beinen geholt wurden. Selten war eine Gelb/Rote Karte für den Effeldorfer Spieler so eindeutig.

Mit einem 0:1 Rückstand, aber einem Mann mehr auf dem Feld ging es also kurz danach in die Halbzeit.

Nun hatten wir deutlich mehr vom Spiel. Doch Effeldorf hatte anscheinend einige Ingenieure dabei, denn die Mauertaktik rund um den Strafraum hatte keinerlei Fehler. Hochkarätige Chancen waren bis zur Schlussviertelstunde seltener, als ein gut gefüllter Geldbeutel am Sonntagmorgen. Nun erhöhten wir weiter den Druck und es sah danach aus als hätten wir das Bollwerk geknackt. Doch der bereits geschlagene Gäste Keeper konnte den Ball noch an den Pfosten gucken. Der richtig gute Schiri hatte in der darauffolgenden Sekunde seine einzige Schwäche und pfiff ein klares Foul im 16ner an Matze Volkamer nicht. Und so kam es wie es kommen musste. Noch einmal ein Freistoß für Effeldorf, Kopfballverlängerung und der freistehende Angreifer konnte mit Leichtigkeit auf 0:2 erhöhen.

Mit Tim Bergmann und Matze Volkamer hatten wir anschließend noch hochkarätige Chancen – zu mehr als einem Anschlusstreffer von Routinier Tom Volkamer hat es an dem Tag nicht gereicht. Eine 1:2 Niederlage. Effeldorf mit kaum Toraktionen, aber durch die starke Defensivleistung haben Sie sich den Sieg auch verdient.

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