Dinge, die so nicht gehen

Das letzte Heimspiel in Seinsheim gegen den SC Schernau lieferte den wenigen Zuschauern definitv genügend Anschauungsmaterial, wie man sich anstellen muss, um ein Spiel zu verlieren.

Außenseiter waren wir sowieso, schließlich spielten die Gäste bislang eine starke Runde, die sie als Dritter abschließen werden.

Spielerisch entwickelte sich dann in der Hohenbühl-Arena ein relativ müder Kick mit wenig Tempo und Chancen. Keiner schien so richtig zu können oder zu wollen. Beiden Mannschaften mangelte es an Bewegung. Für den nötigen Nervenkitzel sorgte dann die MSN-Hintermannschaft, die in einer eigentlich schon geklärten Situation den Ball verstolperte, sodass Schernaus Florian Schöderlein die Murmel nur noch ins leere Tor schieben musste. Den zwischenzeitlichen Ausgleich markierte Faabi Kehrer, erst mit dem alten Schülerlotsentrick (links antäuschen, rechts gehen) den Gegenspieler vernascht und dann die Rakete gezündet. Der Strahl schlug dermaßen sauber im Gehäuse ein, dass das Ding in Sachen „verhaftet, wegen sexy“ schon zum Tor des Monats gewählt wurde – bevor die Wahl überhaupt stattfand.

Nach dem Seitenwechsel war Team MSN zunächst die engagiertere Mannschaft mit leichten Vorteilen in Sachen Ballbesitz, stellte sich dann aber wieder selbst das Bein. Und zwar gleich dreifach. Erst ein Stoppfehler in der Abwehr, dann ein Eigentor, zuletzt eine ungenügend verteidigte Ecke. Innerhalb von acht Minuten wurde aus dem 1:1 ein 1:4 und damit war der Drops gelutscht. Die Bemühungen über den Ballbesitz bis zum Schlusspfiff noch was zu reißen, waren so als würde uns alleine an das Steuer eines Raumschiffes setzen und sagen: „Mach mal.“

Ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss. Und wenn man als Gegner sich solche Fehler erlaubt wie wir am Sonntag, dann muss das Pferd gar nicht springen, sondern kann einfach durch das „Hindernis“ durchgehen. So Verteidigen geht halt einfach nicht. Kann man machen, ist dann einfach nicht gut.

Besser lief es da für Team Zwei, das am Samstag im altehrwürdigen Maustalstadion gegen die Dritte des TSV Sulzfeld einen Punkt erkämpfen konnte. Mit nur zehn Mann und ohne Zuschauer oder Betreuer angereist, konnte man die großen Weiten des Sulzfelder Platzes im Neun-gegen-Neun ganz gut ausnutzen, immer wieder für Entlastung sorgen und Sturmtorpedo Tim Bergmann das ein oder andere Mal in Szene setzen. Gegen Ende der BEgegnung schwanden natürlich zunehmend die Kräfte, mit Glück und Geschick, den richtigen Abstellplätzen für unsere Rollatoren sowie einem überragenden Aushilfstorwartpraktikanten Lukas Müller wurde das Unentschieden über die Zeit gerettet. Am Sonntag steigt das Saisonfinale. Im Endspiel um Platz sechs gastiert unsere Erste bei der Zweitvertretung des SSV Kitzingen 1949 e.V.. Unsere Zwedde spielt zeitgleich beim SV Sickershausen.

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