Das Ende einer Lovestory

Zur Verabschiedung unseres Meistertrainers wollen wir nochmal die Jahre von Markus Wolf und der SGay Revue passieren lassen:

2001/2002:
Wir schreiben das Jahr 2001. Der Satz des Jahres wird: Und das ist (auch) gut so! Wie treffend wird doch in diesem Jahr die SG gegründet. Mit dabei der Spieler des SV Nenzenheim Markus Wolf. Gleich im ersten Jahr schafft die SG den Aufstieg in die Kreisklasse. Hurra SG! Und der TSV Sulzfeld steigt gleich ein in den Freudentaumel und landet den Transfer-Coup des noch jungen Jahrhunderts, er sichert sich die Dienste unseres zukünftigen Meistercoaches.

2002-2008:
Nach einer kurzen Affäre geht die SG reumütig zu ihrer einstigen wahren Liebe der A-Klasse zurück. Für den Starcoach geht es mit dem TSV derweil steil bergauf, erst mit der 2. dann mit der 1. Mannschaft feiert er Siege und Meisterschaften – aber auch Niederlagen… Saufen können sie in Sulzfeld… Der SG gelingt derweil ein weiterer Flirt mit der Kreisklasse, doch wieder wird sie schnell verschmäht…

2009/2010:
Die SG ist in den Niederrungen der A-Klasse angekommen. Trainingseinheiten gleichen einem Schafkopfspiel, ein 3 gegen 3 ist der Höhepunkt der Woche… Ein Teufelskerl im Blau-Weißen Trikot soll der SG helfen, eine Rückholaktion an der sich Huub Stevens in Zukunft ein Beispiel nehmen wird. Doch zuerst wird noch einmal richtig gefeiert, die Hochzeit der Familie Wolf steht an. Man munkelt, dass es immer noch Leute mit Sägespänen im Haar gibt…
Und dann war er da, Tag X. Das erste Training mit Coachi und das Tollhaus am Sportplatz Nenzenheim stand Kopf, praktisch alle die gerade auslaufen können und Fussballschuhe haben kamen zum Training. Einer erfolgreichen Zukunft stand nix mehr im Wege. Selbst die 2. Mannschaft wurde wieder zu neuem Leben erweckt. Die neue SGay war geboren. Und es ging gleich richtig Los: Bamberg stand, Kopf die SG marschierte ein. Der Grundstein für eine erfolgreiche Saison, die bis zum Schluß spannend blieb und doch mit dem undankbaren 3. Platz endete. Trauriger Höhepunkt ein Unentschieden gegen Hüttenheim. Positiver Höhepunkt? Natürlich der Start der Ära Wolf. Die neue Zweite spielte auch vorne mit und wurde in der Abschlusstabelle Vierter.

2010/2011:
Jahr 2 des Wolfs verlief ähnlich. Wieder wurde in Bamberg der Grundstein gelegt, wieder war man bis zum Schluß vorne dabei. Der einzige Unterschied: Man fand sich im Gau wieder… Mancher kannte sich da sehr gut aus, andere verbrachten mehrere Minuten vor einer denkbar stillgelegten Bahnstrecke… Die Mannschaftskasse freute es. Und noch etwas war anders: Am letzten Spieltag stand man in Gelchsheim vor dem Spiel noch auf dem 2. Platz und fand sich danach dann doch auf dem 4. wieder – man verlor 0:1. War es die Hitze? War es die schlechte Chancen-Verwertung, die die Jahre prägte oder doch etwas völlig anderes… Egal im Sportheim floss das Bier trotzdem literweise. Die zweite ihrerseits fand sich im Mittelfeld wieder, besser gesagt in der Mitte als Siebter. Aber wenigstens stieg Hüttenheim in dieser Saison nicht auf. Scheiß Hüttni!

2011/2012:
Aller guten Dinge sind 3? Denkste! Nachdem man in der Vorbereitung versucht die Viererkette einzubauen, lässt man das Projekt nach einem Denkwürdigen 0:7 in Fahr erstmal auf Eis. Der Rest der Vorbereitung bleibt aber beim Alten. Trainingslager in Bamberg, Freundschaftsspiel in Stetten. Alles, was man sich aufbaut, wird an einem Abend wieder versoffen… Die SG belegt nach einem schwarzen Jahr lediglich den 6. Platz. Und wer ist daran schuld? Natürlich die Schiedsrichter! Einer beendet bereits nach einem Spiel mit der SG erfolgreich seine Kariere… BFV-Mafia eben. Die Zweite der SG tut es gleich und wird Sechster. Den Aufstieg Hüttenheims kann sie eben so wenig verhindern.

2012/2013:
Die SG ist zurück im Favoritenkreis. Mit einer Verjüngungskur greift die SG wieder nach den Sternen der Kreisklasse. Platz 1 rückt zwar in weite Ferne, aber immerhin um Platz 2 entwickelt sich ein Vierkampf bis zum Schluss. So kann die SG in Nenzenheim am letzten Spiel mit einem Sieg die Relegation erreichen. Ein verrücktes Spiel gegen Tückelhausen, die vom Konkurrenten aus Gollhofen mit Bier gedopt sind. Kreisklasse – Das Bier gewinnt… Es kommt zu einem 4:4 und dem Entscheidungsspiel gegen Gollhofen. Im Ippesheimer Fussballpark hat die SG die Chance was ganz Großes zu erreichen und scheitert doch an Gollhofen, die man in der Saison noch geschlagen hatte. Danke BFV-Mafia, dass Ihr ein Jahr später den direkten Vergleich einführt… Man munkelt immer noch ein als Torhüter getarnter Abwehrspieler hätte den Aufstieg verhindert, der Autor dieser Zeilen bestreitet dies aber zutiefst. Und wieder macht die Zweite dem großen Bruder alles nach und wird in ihrer Klasse Dritter. Immerhin stellt sie zusammen mit den beiden Erstplatzierten die beste Abwehr der Liga. Und wieder ist alles beim Alten: die Trauer wird im Sportheim mit ordentlich Bier ertränkt.

2013/2014:
2. Versuch Viererkette. Diesmal verjüngt. Und diesmal bleibt es dabei. Nach der Hinrunde belegt man Platz 5, in der Rückrunde Platz 2. Macht summa summarum, genau Platz 3. Dieses Jahr hat die Erste nur eine Nebenrolle. Die alten Wilden der Zweiten übernehmen diese Saison die Hauptrolle. Verlor man am ersten Spieltag noch standesgemäß 0:3 gegen Albertshofen, verlor man anschließend kein Spiel mehr. Unvergessen und Tor des Jahres: „Ghettofaust“ Eloy in Markt Einersheim. Bereits nach 24 Spieltagen sichert sich die SGay II die Meisterschaft. Und das am Weinfestsonntag in Nenzenheim. So richtig feiern wollte aber niemand; zu emotionslos, zu ungläubig wurde man Meister auf dem Sofa. Wir sind doch nicht der FC Bayern. So ging die Party erst eine Woche später bei den alten bekannten Wolfs in Sulzfeld los. Und die können feiern… Später blieb wieder alles beim Alten: Saufen im Sportheim Nenzenheim, doch dieses Mal zur Freude aller. Einziger Wehmutstropfen: Den Aufstieg des SV Hüttenheim können sie trotzdem nicht verhindern, da dieser in der anderen B-Klasse an den Start ging. Des Weiteren wurde eine neue Ära der SG begonnen: Malle Jahr 1 – Seidla’s Siggi! Ach ja Deutschland wird übrigens Weltmeister…

2014/2015:
Unser Coach gibt es sich noch einmal mit der SG. Muss sadistisch veranlagt sein. Aber wer kann bei dieser Mannschaft schon nein sagen? Dieses Mal ist nicht alles beim Alten. Trainingslager in Geiselwind. Die Audi und VW Days sind in der Stadt, daher gibt’s das Bier an der Tanke. Vielleicht ein gutes Omen. Doch der Auftakt geht gründlich in die Hose. War man doch mit dem Ziel dem Trainer einen besonderen Abschluss zu bescheren in die Saison gestartet, stand man nach sechs Spielen und zwei Niederlagen schon mit dem Rücken zur Wand. Sogar die sonst tobenden Zuschauermassen wanden sich nun gegen die SG, wurden sie doch durch die Niederlagen bestärkt, dass früher eben alles besser war. Doch war es vielleicht genau diese Antipathie, die die SG vorantrieb, ähnlich wie Relegationsspiele den HSV. So begann eine Serie, die in Hüttenheim vorübergehend mit dem Herbstmeister-Titel belohnt wurde, der natürlich wieder im Sportheim begossen wurde. Manch einer könnte meinen in der SGay seien nur Alkoholiker…
Nach dem Motto, was vorher geklappt hat, klappt auch wieder, startet die SG in die Rückrunde wieder mit stotterndem Motor. Eigentlich wollte man ja nur die Klasse spannend halten und nicht schon zu früh Meister werden. Da aber auch sonst keiner wollte, nahm die SG wieder Fahrt auf und sicherte sich eine Woche vor Saisonende den Meistertitel. Der Schampus stand bereit, die Bierduschen strömten literweise und der Anhänger scharrte mit den Reifen. Die Feierei begann. Eine Woche später wurde für diesen Anlass extra ein Zelt in Seinsheim aufgebaut. Da dieses nur für die SG doch etwas groß gewesen wäre, wurde nebenbei noch Weinfest gefeiert. Und weil dieses Jahr mal alles anders ist, floss Wein zur Feier des Tages, gesponsert vom Weinbauverein Seinsheim. Die SG räumte diesem Jahr wirklich alles ab, sogar den nicht für möglich gehaltenen Fairplay-Preis. Und dann wagten noch zehn Unersättliche, darunter unser scheidender Coachi, noch den Flug nach Malle. Für manch Einen ist das noch immer schwer zu verdauen. „Meisterkutsche! Meisterkutsche! Hey! Hey!“ Die Zweite trat dieses Jahr wieder in den Hintergrund und schloss das Tableau als Siebter ab

Was bringt die Zukunft?
Die SG startet nächstes Jahr mit Trainer Tobias Schmidt in der Kreisklasse. Markus Wolf wird sich nun mit mehr Zeit seiner Familie widmen. Und ab und an wird er auch im Sportheim Nenzenheim anzutreffen sein, vielleicht auch mal im Dress der Zweiten, wenn es die Zeit erlaubt.

#ByeByeCoach

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