Bombenspiel

Seit Freitagabend haben wir drei von sieben Testläufen für die Rückrunde absolviert. Hier ein kurzer Rückblick – Teil 1:

MSN – TSV Albertshofen 1905 e. V. 2:1 (0:1)

Endlich wieder Fußball, herrlich! Nenzenheim zeigt dann auch mal direkt dem DFB und der Deutschen Bahn wie man es richtig macht. Stehplätze umsonst, pünktliche Abfahrt und kostenfreie Fahrradmitnahme an der Seitenlinie war auch möglich.

Kaum ging es los, dann auch gleich das erste Highlight! „Warum immer selbst erst mal den Ballen wollen? Warum die Kugel erst mal hinten hin und her schieben? Warum nicht mal was Ausgefallenes machen? Warum nicht…?“ So in etwa die Gedanken von Patrick H., der sichtlich mit den Spuren eines tags zuvor abgehaltenen Junggesellenabschiedes zu kämpfen hätte. Also was Besonderes, Außergewöhnliches, Extravagantes musste her! Zum Beispiel nach dem Anstoß den Ball nicht dem Innenverteidigerkoillegen hinschieben, sondern ihn einfach mal dem Stürmer geben. Und am besten so, dass der gar nicht mehr weit und direkt auf das laufen muss. Und dann stehts halt 0:1. Nach zehn Sekunden.

Was dann zwischendurch passierte, können wir gar nicht genau schildern. Denn zunächst übernahm die Polizei die weitere Show. Nach einem Handgranatenfund neben dem Sportgelände wurde der Sprengkörper zunächst für eine Stunde begutachtet, dann von ausgewiesenem Sicherheitspersonal eingepackt, abtransportiert und schließlich gesprengt. Und zwar so, dass die Zuschauer alles live verfolgen konnten. Praktisch wie eine Halbzeitshow mit Helene Fischer. Nur länger, geiler und nicht annähernd so unausstehlich.

Der Rest des Spiels im Schnelldurchlauf: Ausgleich durch Matze Volkamer und ein Elfmeter, ebenfalls durch Volkamer herausgeholt. Da wär der nimmermüde Außenliniensprinter einmal der Star gewesen. Einmal. Wenn sich da nicht eine Handgranate ins Rampenlicht gedrängt hätte. Den Strafstoß verwandelte Tobi Zehnder mehr irgendwie als souverän. Dementsprechend dann auch der Jubel wie bei einem Mann im Kaufhaus, den seine Frau losgeschickt hat, um sich für den 80. Geburtstag der Schwiegermutter einen neuen Anzug zu kaufen, der dann aber doch nicht widerstehen konnte und die Kohle für einen Trainingsanzug auf den Kopp gehauen hat. Ein bisschen verschämt. Aber auch ein bisschen stolz.

Stay tuned for the next chapter!

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