Bademeister Bischoff

Immerhin einen versöhnlichen Rundenabschluss konnte man am letzten Spieltag den Fans und vor allem sich selbst bereiten. In Nenzenheim gewann man gegen eine personell geschwächte Reserve der SG Buchbrunn Mainstockheim in der Höhe verdient mit 4:0.
 
Gegen die tief stehenden Gäste übernahm die SGay vom Anpfiff weg die Kontrolle. Mit viel Ballbesitz kam man aber nicht immer zurecht, zu oft wurde versucht zu schnell nach vorne zu spielen, anstelle den Gegner erst einmal laufen zu lassen. Lag mitunter auch daran, dass man nach etwa zehn gekickten Minuten schon in Führung lag.
Eine Flanke von Riccardo Losch verwertete Coach Christian Schömig per Volleyabnahme zum 1:0 #KünstlernameCCSchömig. So couragiert wie Schömig zum Einsatzort sprintete, wie sein Haar in der Sonne schillerte, sah er aus wie einer der Rettungsschwimmer aus Baywatch #SGaywatch.
Für einen weiteren Treffer im ersten Durchgang fehlte es vor allem an der nötigen Präzision (Junge, junge, wir fangen gar nicht erst an zu erklären, wo unsere Flanken alle gelandet sind #Russland #Mond #ImBauchnabelDerFettenElke).
Oder am mangelnden Tempo. Oldie Gerd Rabenstein gab sein Comeback in der elitärsten Elite seit Ungarns Goldener Elf und hätte beinahe mit einem Seitfall-Zieher-Winkel-Volley-Schlenzer-Heber für euphorische Jubelarien auf der Tribüne gesorgt. Wenn der Zahn der Zeit ihm nicht  inzwischen beide Waden abgenagt hätte und er nach seinem ungehinderten Solosprint von der Mittellinie nicht doch noch kurz vor dem Schuss eingeholt worden wäre. 
Ansonsten bewarb sich Capitano Hörlin für seine sofortige Absetzung. Spielte den Ball freistehend im Strafraum genau da hin, wo ihn Singer und Mend nicht erreichen konnten und tütete damit sein 20. Saisonspiel ohne Torvorlage ein. Berechtigte Frage: Kapitän ohne Vorlage, wo gibt’s denn sowas?! Absetzen, aber sofort! Dann kann man bei der Europawahl gleich noch einen neuen Rudelführer wählen…
 
Und da kann Hörlin auch nicht seinen Treffer zum 2:0 als Ausrede geltend machen. Auch wenn der Distanzschuss von der Strafraumkante ins obere rechte Eck nicht so lumpig aussah wie seine Frisur.
In der Folge mehr Chancen für die SGays als für neureiche Self-Made-Millionär auf Ü30-Singleparties. Schömigs Pass auf Mend zu lang. Oder aber dieser zu langsam…
Mends Zuspiel auf Hörlin aufgrund der wiederbelebten „Mend-Hacke“ zu ungenau.
Und dann war da noch die Möglichkeit von Michael Bischoff, sein alles erlösendes erstes Tor zu schießen. Während Michl aus Nenzenberger in Hälfte Eins wie ein gewöhnlicher Freibadbesucher in der Masse untertauchte, stolzierte er nach der Pause elegant am rechten Beckenrand entlang, mit der Ray Ban im Gesicht, dem Goldkettchen im Brusthaar verdrahtet und einem Unterhemd so weiß wie die Zähne von Naddel, das zudem die ausgeprägte Muskulatur extrem betont, vor ihm nur blaues Wasser wie ein unendlicher Ozean #Aufgezaubert. Und dann im entscheidenden Moment den Ball mit dem schwachen linken Haxen aus wenigen Metern am Tor vorbei geschoben #SichSelbstEntzaubert.
Während in den letzten Spielminuten die meisten seiner Teamkollegen schon wie abisoliert über das Feld stolperten, elektrisierte einer nochmal so richtig. Schömig drehte den Strom auf, erzielte einen Treffer nach einem Solosprint von der Mittellinie quer über den Platz selbst (der direkte Weg ist nie der einfachste!) und bereitete einen weiteren für Singer vor. Die zusätzlich verbrauchten Kilowattstunden ziehen wir ihm vom Gehalt ab…
 
So, liebe Leser, das war es jetzt erstmal mit unseren stets wahrheitsgetreuen Spielberichten. Weitere Infos folgen demnächst!
 
#SGay #EsKannNurEineGeben

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