Zweistelliger Sieg im kampfarmen A-Klassen-Deathmatch

Seit Sonntag ist klar, dass die SGay wohl ihren ersten Titel in dieser Saison verpassen wird. Nach insgesamt 43 Wochen, 301 Tagen, 7.224 Stunden oder 433.440 Minuten gelang schier Unfassbares: Ein Sieg! Womit man höchst wahrscheinlich aus dem Rennen ist, wenn die „Schlechteste Mannschaft des Jahres 2018“ von einer renommierten Fachjury gekürt werden sollte. Auszeichnungen für die schlechtesten Spielberichte nehmen wir trotzdem gerne an!

Lange brauchte man nicht, um beim TSV Jahn Repperndorf auf Betriebstemperatur zu kommen. War ja schließlich schön warm. Allerdings scheiterte die SGay in der überlegen geführten Anfangsphase zumeist mehr an sich selbst als am Gegner. Zu unpräzise, zu hektisch, einfach nicht gut genug nach vorne. Seitens der Gastgeber kam wenig, wenn dann lange Diagonalbälle auf die Außenspieler, die dann jedoch sich selbst überlassen waren. In Führung gingen sie trotzdem, weil die Slapstick-Könige aus dem Weinparadies mal wieder etwas veranstalteten was sich am besten und kürzesten mit „nicht gut ausschauen“ umschreiben lässt (Jaaa, wir wissen, dass wir nie gut ausschauen, auch außerhalb des Platzes…). Nach einem eigenen Einwurf kann TSV’ler Reiner Depner ungestörter von links in die Mitte ziehen als beim Gang Sofa – Klo – Sofa, ohne dass ein SGay-Sitzpinkler sich ihm entgegenstellte und klärte. Depner schießt. Gegen die Laufrichtung von Max Steppan. Zur Führung für Ri-Ra. Er machte damit seinem Namen in dieser Situation keine Ehre. Postwendend aber ließ der Absteiger den Ausgleich folgen, Daniel Mend traf nach Zuspiel von Sebastian Singer zum verdienten Ausgleich. Glück zunächst für die weiß-schwarzen Dauerloser, dass ein Schuss von Jahn-Kapitän Daniel Przyklenk knapp über das Tor ging. Noch vor der Pause brachte der Vizekapitän der Chippendales vom Hohenbühl mit zwei Treffern sein Team auf die Siegerstraße.
Kurz Durchatmen mussten die SGays, als direkt nach der Halbzeit Stefan Wagner freistehend mit einem Kopfball nur knapp das Tor verfehlte. Doch im direkten Gegenzug wurden wohl die letzten leisen Hoffnungen der Jungs aus dem Kitzinger Ortsteil erstickt. Mend schickt Singer und der packt aus spitzem Winkel nicht das Rohr aus, sondern zeigt Gefühl. Viel Gefühl. Mit einem sehenswerten Heber ins lange Eck. Was für ein Tor! Als hätte man bei der Tombola gewonnen, ohne ein Los zu kaufen. Singer ist der Typ, den man Hammer und Meißel in die Hand geben kann mit der Aufforderung: „Mal was Schönes!“ Und Singer hämmert einem in Windeseile eine perfekte Mona Lisa. In der Folge war das Spiel eher so „…“, aber die SGay fand immer wieder die Lücken und erzielte Treffer über Treffer. Am Ende stand nicht nur der erste Sieg des Jahres fest, zudem ließen es die Schömig-Boys sogar zweistellig ausfallen. Was schlagartig dafür sorgt, dass manch gescholtene Seele, deren Selbstvertrauen aufgrund ausbleibender Erfolge maßhaltig geschädigt war, nun denkt, sie könne im Alleingang die Champions League gewinnen.

Vielen Dank und Respekt an #RiRaRepperndorf, die zu keinem Zeitpunkt der Partie ein Geholze veranstalteten, dass Greenpeace ernsthaft überlegen hätte müssen, das Stadion zu stürmen, um das #AKlassenDeatmatch zu beenden!

Ob die sommerlichen Glücksgefühle anhalten, oder ein Sturz auf die Fresse (am besten in einen Fahrradständer) folgt, wird sich nächsten Sonntag beim ersten Heimspiel der Saison in Seinsheim gegen die Spielgemeinschaft aus Hohenfeld und RW Kitzingen.

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